
FRAISA SteelCut – prozesssicheres Weichstahlfräsen auf höchstem Niveau

Universelle Anwendung für maximale Produktivität

Wertvolles Anwendungswissen im Bereich Stahl < 850 N/mm2

Reproduzierbarkeit, Wiederholgenauigkeit und Zuverlässigkeit

Durchgängiges Sortiment mit konstanten l-/d-Verhältnissen

Exzellente Verschleisseigenschaften, lange Lebensdauer und hohe Prozessicherheit

Durchmesserspektrum 3 mm bis 20 mm, mit ohne Seitenspanfläche
Herausforderungen beim Fräsen von Weichstahl
Ob Baustahl, Qualitätsstahl oder Vergütungsstahl – die vielen Sorten der meist un- oder
niedriglegierten Werkstoffe sind anspruchsvoll und schwierig zu bearbeiten. Sie weisen
eine duktile und gleichzeitig inhomogene Gefügestruktur auf und erzeugen beim Zerspanen
einen schlecht vorhersagbaren Verschleiss.
Die Werkstoffe werden meist umgeformt, gefügt oder geschmiedet nachbearbeitet. Daher liegt
keine gleichmässige Verteilung der Eigenspannungen vor, was eine zusätzliche Herausforderung
bei der Bearbeitung darstellt. Allein die Bereiche Baustahl, unlegierter Qualitätsstahl,
warmfester Stahl, unlegierter Edelbaustahl und Feinkornbaustahl umfassen bereits 150
verschiedene Werkstoffe.
Um Weichstahl prozesssicher und effizient bearbeiten zu können, hat FRAISA das neue
SteelCut-Frässystem mit einer sehr breiten Werkstoffabdeckung und einer robusten
Verhaltenscharakteristik entwickelt. Je nach Werkstoff ergeben sich unterschiedliche
Anforderungen innerhalb derselben Zerspanungsklasse – viele Werkzeuge können in der
Werkstoffklasse Rm < 850 N/mm2 nur ein sehr kleines Anwendungsspektrum abdecken. Genau
hier beweist der SteelCut seine Stärken, indem er völlig neue Anwendungshorizonte aufzeigt.

Weichstahl ist nicht gleich Weichstahl
Innerhalb der Werkstoffgruppe Weichstahl weisen beispielsweise Baustahl St-52 / 1.0570 und Vergütungsstahl 42CrMo4 / 1.7225 in der Nassbearbeitung (Emulsion) mit denselben Einsatzdaten ein komplett unterschiedliches Verschleissverhalten auf. Die Aufgabe für die FRAISA Ingenieure bestand darin, ein durchgängig leistungsfähiges System zu entwickeln, das die folgenden Herausforderungen beim Fräsen von Weichstahl meistern kann:
Aufbauschneidenbildung:
Durch die niedrige Härte von Weichstahl kann sich Material an der Schneide ablagern,
was zu einer schlechten Oberflächengüte und Werkzeugverschleiss führen kann.
Lösung: Der Einsatz von beschichteten Werkzeugen und hohe Schnittgeschwindigkeiten.
Spanabfuhr:
Weichstahl neigt zu langen, zusammenhängenden Spänen, die die Fräsbahn blockieren können.
Lösung: Optimierung der Werkzeuggeometrie für eine optimale Spanentstehung und Spanabfuhr.
Wärmeentwicklung:
Hohe Schnittgeschwindigkeiten können zu starker Erwärmung des Werkstücks und des Werkzeugs
führen, was Massungenauigkeiten verursachen kann.
Lösung: Die richtige Wahl der Schnittparameter, z. B. aus dem FRAISA ToolExpert®.
Schwingungen (Vibrationen):
Bei langen Werkzeugauskragungen können Schwingungen entstehen, die zu schlechter Masshaltigkeit
und Werkzeugverschleiss führen können.
Lösung: Stabilere Spannungen, kleinere Zustellungen und der Einsatz von Fräsern mit variabler Schneidenaufteilung.
Das SteelCut-Frässystem wurde speziell für die Bearbeitung von weichen Stählen
entwickelt und punktet mit ausgezeichneten Standzeiten, einer hohen Prozesssicherheit
bei gleichzeitig seidenweichem Lauf und einem optimalen Spanabtransport. Sowohl bei
der Trocken- als auch bei der Nassbearbeitung mit Emulsion oder Öl entfaltet der
SteelCut sein volles Potenzial und liefert hervorragende Ergebnisse.
Die neu entwickelte harte sowie sehr glatte MULTICHROM-Hochleistungsschicht hat einen
positiven Einfluss auf die Lebensdauer und garantiert ein gesteigertes Zerspanvolumen
beim Fräsen und Eintauchen. Dabei sind die Hochleistungsfräser sehr universell einsetzbar
und decken sowohl HPC- als auch HDC-Prozesse ab.

- Kantenfestes Feinstkornhartmetall für Eintauchen, HPC, HDC und Finish-Bearbeitung und hohe Standzeiten
- Hochleistungsschicht MULTICHROM für höchste Prozesssicherheit und geringe Materialadhäsion
- Geringe Aufklebeneigung, Vermeidung von Anhaftung und Aufbauschneidenbildung
- Hohe Verschleissfestigkeit auch bei grosser thermischer Belastung
- Hochpräzise Schichtdickenverteilung, höchste Werkzeugpräzision
- Spanteiler-System für bessere Spanabfuhr
- Positiver Spanwinkel für einen weichen, leichten Schnitt, um ein Verklemmen der Späne zu vermeiden
- Zahnanschliff reduziert Schnittkräfte, verbessert die Spanabfuhr und verringert Werkzeugverschleiss
- Eintauchstirn ermöglicht ein sanftes und vibrationsarmes Eintauchen
- Eckradius für bessere Standzeiten und Oberflächengüten
SteelCut – der zuverlässige Allrounder für
maximale Leistungsfähigkeit und Standzeit
FRAISA führt umfangreiche Versuche durch, um den Stand der Werkzeug- und Applikationstechnik
jederzeit im Blick zu haben. Die Werkzeuge werden in unterschiedlichen Werkstoffen mit verschiedenen
Frässtrategien getestet. Dabei stand das HPC-Fräsen, das Eintauchen und das HDC-Fräsen im Fokus,
da hierbei besonders hohe mechanische und thermische Belastungen herrschen. Mit diesen Tests wird
sichergestellt, dass die Werkzeuge ein breites Werkstoff- und Applikationsspektrum abdecken und
gleichzeitig eine höchste Leistungsfähigkeit und Standzeit garantieren.
Die folgenden Verschleissaufnahmen belegen dies eindrucksvoll:

Vorteile des SteelCut Frässystems:

Perfekt für Eintauchen, HPC-, HDC und Finish-Bearbeitung

Breites Applikations- und Werkstoffspektrum

Optimale Spanentstehung und guter Spanabtransport

Perfekte Applikationsdaten im FRAISA ToolExpert®

Hohe Werkzeugstabilität und Widerstandsfähigkeit

Nachhaltige Serviceangebote mit den FRAISA ReTool®Services
Anwendungsberatung und optimale Schnittdaten für das Weichstahlfräsen
Neben den SteelCut-Fräswerkzeugen stellt FRAISA auch wertvolles Anwendungswissen für die richtige Bearbeitung zur Verfügung. Die FRAISA Anwendungstechniker beraten unsere Kunden zu allen Fragen rund um die nächste Zerspanungsherausforderung, z. B.:
- Was ist die optimale Schnittgeschwindigkeit, um z. B. eine Aufbauschneidenbildung zu vermeiden?
- Welchen Vorschub wähle ich pro Zahn?
- Was sind die radialen und axialen Zustellungen für eine prozesssichere Zerspanung?
- Welcher Anwendungsfall ist am besten geeignet?
- Wie setzen sich die Prozesskosten (z. B. Werkzeug- und Maschinenkosten) zusammen? Wie können diese z. B. durch die Nutzung von FRAISA ReTool® optimiert werden?
Das Ergebnis sind hochpräzise Einsatzparameter, die im Online-Schnittdatenrechner FRAISA ToolExpert® gebündelt werden und jederzeit schnell und einfach abrufbar sind. Durch die Einbindung von Online-Schnittstellen ist auch ein direkter Import in das CAM- oder TDM-System möglich – im Vergleich zu einem manuellen Einpflegen werden damit Zeitaufwand und Fehleranfälligkeit deutlich reduziert.
Jetzt neu im FRAISA ToolExpert®:
Performancedaten zur Reduzierung der Gesamtbearbeitungskosten
Für die Anwendungsfälle Schruppen HPC seitlich (Teilschnitt) und Schruppen HPC Nuten (Vollschnitt) kann nun zwischen zwei unterschiedlich ausgelegten Schnittdatensätzen gewählt werden (gilt für alle SteelCut-Werkzeuge ab Durchmesser 6 mm):

Die Standarddaten legen den Fokus auf eine Erhöhung der Prozesssicherheit und eine optimierte
Standzeit. Bei den Performancedaten steht die Reduzierung der Gesamtbearbeitungskosten im
Vordergrund und die Produktivität wird optimiert.
Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die beeindruckende Produktivitätssteigerung, die mit den Performancedaten
erzielt werden kann:


Ob Sie Ihre Prozesssicherheit bei optimaler Standzeit erhöhen oder Ihre Bearbeitungskosten bei optimierter Produktivität reduzieren möchten - der FRAISA ToolExpert liefert Ihnen für jede Aufgabenstellung optimale Schnittdaten. Testen Sie es gleich aus, unsere FRAISA Anwendungstechniker stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.
Die FRAISA ToolExpert® Vorteile im Überblick:
Präzise: perfekt abgestimmte, werkzeug- und werkstoffspezifische Schnittdaten ermitteln
Einfach: ohne Software-Download online jederzeit mobil auf Daten zugreifen
Schnell: ohne Registrierung Einsatzparameter mit wenigen Klicks finden
Bestellfunktion: per Link das ausgewählte Werkzeug direkt im Webshop bestellen
Flexibel: Flexibel: wahlweise Werkzeuge oder zu bearbeitende Werkstoffe suchen
Umfangreich: Schnittdaten zu den FRAISA Werkzeugen aus einer Datenbank von mehr als 11'000 Werkstoffen abrufen
Benutzerfreundlich: mit neuem, responsivem Design intuitiv bedienen
Sicher: direkter Import von Schnittdaten durch die Einbindung einer XML- bzw. JSON-Schnittstelle

SteelCut – Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau

Das neue SteelCut-Frässystem wurde über zwei Jahre mit rund 80 Prototypen über alle Durchmesser, Längen, Schichten und Technologien entwickelt. Produktionsnormierung, Vor- und Erstlosvalidierung, FRAISA ReTool®-Validierung und der Technologietransfer zur Sonderwerkzeugproduktion sichern eine reproduzierbare Qualität. Dies ist von besonderer Bedeutung für den Anwender, damit das Leistungsniveau für die Automatisierbarkeit und Aufbereitung jederzeit gewährleistet werden kann.